29.03.2017 „VON BRUNELLESCHI ZU BRAMANTE Architektur der Früh- und Hochrenaissance in Italien“
29.03.2017

Mittwoch, 29. März 2017, um 19.30 Uhr im Kolpinghaus Kleve

Lichtbilder-Vortrag mit Herrn Richard Konstantin Blasy, München

„VON BRUNELLESCHI ZU BRAMANTE Architektur der Früh- und Hochrenaissance in Italien“


Unser Referent hat seinen Vortrag wie folgt angekündigt:

„Um 1420 begann an die Stelle der gotischen Baukunst jene der Renaissance zu treten, inspiriert und begleitet von einem bewussten Rückgriff auf die Vorbilder der Antike. Dabei wurde das Bauwerk nun zum Gegenstand kunsttheoretischer Erörterungen, in denen Mathematik, Aspekte der neuplatonischen Philosophie und die Schriften des römischen Architekturtheoretikers Vitruv grundlegende Bedeutung gewannen, um danach in Traktaten ihren Niederschlag zu finden.
In Florenz, dem Ausgangspunkt der Renaissancearchitektur kamen mit den stilbildenden Bauten Brunelleschis - S. Spirito, Pazzikapelle u.a. - diese neuen rationalen Prinzipien erstmals konsequent zur Anwendung und gewannen bald bestimmenden Einfluss auf das Bauschaffen Italiens. Und dabei trat der Profanbau als gleichwertige Bauaufgabe neben den Sakralbau, in dem wiederum seit der Mitte des 15. Jahrhunderts der „Einraum mit begleitenden Seitenkapellen" und der kuppelüberwölbte Zentralbau als neue Raumlösungen hervortraten.

In Rom erfuhren seit 1500 die vordem entwickelten Formen und Bautypen der Frührenaissance eine Steigerung und Überhöhung in die geistig-künstlerischen Ideale und Dimensionen der Hochrenaissance, sodass das Bauwerk feierliche und würdevolle Monumentalität zum Ausdruck bringen sollte.
Und diese neuen Architekturideale verkörperten sich am gültigsten im Werk Donato Bramantes, dem vatikanischen Belvedere, den Stadtpalästen, vornehmlich jedoch im Entwurf zur neuen Peterskirche, die - danach von Michelangelo vollendet - zum Wahrzeichen der Ewigen Stadt wurde“.



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