30.05.2017 „DIE ZENTRALTHERMEN IN POMPEJI: römischer Badeluxus in einer Provinzstadt“
30.05.2017

Dienstag, 30. Mai 2017, um 19.30 Uhr im Kolpinghaus Kleve

Powerpoint-Vortrag mit Frau Dr. Nathalie de Haan, Nijmegen
(Radbout Universiteit Nijmegen)

„DIE ZENTRALTHERMEN IN POMPEJI:
römischer Badeluxus in einer Provinzstadt“


Wir freuen uns, dass die Präsidentin unserer Schwestergesellschaft – Dante Nijmegen – mit einem interessanten Vortrag zu uns kommt, zumal sie an den Ausgrabungen maßgeblich beteiligt war. Frau Dr. de Haan kündigt Ihren Vortrag wie folgt an:

„Als der Vesuv am 24. August 79 n.Chr. ausbrach und die Stadt Pompeji für viele Jahrhunderte unter hohen Schichten Asche und lapilli verschwand, waren die Bauarbeiten an den sogenannten Zentralthermen mitten in der Stadt noch in vollem Gang. Die neue Anlage hätte die anderen Badegebäude Pompejis in Größe und Luxus sicherlich weit übertroffen, wäre die Stadt nicht vom Ausbruch betroffen gewesen und völlig verschüttet worden. Es bietet sich heute aber dank der Katastrophe des Jahres 79 die seltene Möglichkeit, ein noch nicht fertiggestelltes Gebäude aus der Antike zu analysieren und somit die Details des Entwurfes dieser Thermen und der Planung der Bauarbeiten besser zu verstehen, zumal die Zentralthermen mit neuester Technik ausgestattet waren bzw. ausgestattet worden wären. Darüber hinaus wurde die Anlage geplant und erbaut in einer Zeit, in der die römische Badekultur einen hohen Aufschwung nahm. Somit kann sogar ein unvollendetes Gebäude noch viele Informationen über die römische Kultur vermitteln.
Im Vortrag wird das Projekt vorgestellt, das die Referentin mit einem deutschen Kollegen durchgeführt hat, wobei zum ersten Mal seit der Wiederentdeckung der Zentralthermen im späten 19. Jhdt. eine vollständige Bauaufnahme sowie Grabungen im Gelände vorgenommen wurden, um die Baugeschichte des gesamten Areals zu erschließen.“



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