28.09.2017 „DIE PASQUALINIS – eine italienische Baumeisterdynastie der Renaissance in Stadt und Herzogtum Kleve“
28.09.2017

Donnerstag, 28. September 2017, um 19.30 Uhr im Kolpinghaus Kleve

Lichtbildervortrag mit Herrn Guido von Büren, Jülich

„DIE PASQUALINIS – eine italienische Baumeisterdynastie der Renaissance in Stadt und Herzogtum Kleve“

Beitrag zur 775-Jahr-Feier der Stadt Kleve


Herr von Büren, Leiter des Museums Zitadelle Jülich, kündigt seinen Vortrag wie folgt an:

„Über drei Generationen hatten Mitglieder der Baumeisterfamilie Pasqualini großen Einfluss auf die Architektur in den Vereinigten Herzogtümern Jülich-Kleve-Berg. 1549 berief Herzog Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg Alessandro Pasqualini zum Baumeister von Stadt, Schloss und Festung Jülich. Der italienische Baumeister stammte aus Bologna, wo er am 5. Mai 1493 geboren worden war. Seit den frühen 1530er-Jahren wirkte er in den Niederlanden im Dienst von Floris und Maximilian von Egmond. Er zählt zu den bedeutendsten Architekten aus Italien, die nördlich der Alpen tätig waren. Seine beiden Söhne Maximilian und Johann d.Ä. folgten ihm als Baumeister nach.
Vor allem Johann Pasqualini d.Ä. wirkte im Herzogtum Kleve, wo er den Ausbau der Stadt Orsoy zur klevischen Landesfestung leitete. Gemeinsam arbeiteten Maximilian und Johann d.Ä. auf der Klever Burg. Unter ihrer Bauleitung entstanden unter anderem das Herzog-Wilhelm-Tor und das neue Kanzleigebäude vor der Burg.
Die dritte Generation der Pasqualinis bildeten schließlich die Söhne Maximilians, Johann d.J. und Alexander. Sie fanden ihren Lebensmittelpunkt endgültig im Herzogtum Kleve, wo Alexander schließlich Schlüter in Uedem wurde.
Der Vortrag zeichnet das bewegte Leben der Pasqualinis nach und gibt einen umfassenden Einblick in ihre vielgestaltige Tätigkeit als Architekten und Festungsbaumeister in der Epoche der Renaissance am Niederrhein.“

Das Bild zeigt die von Johann Pasqualini d.Ä. 1570 erbaute Galerie, die die Schwanenburg mit dem Kanzleigebäude verband, das sein Bruder Maximilian Pasqualini 1558 errichtet hatte.



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