27.04.2018 Bericht zur Festveranstaltung aus Anlass des fünfzigjährigen Jubiläums
27.04.2018

Sonntag, 22. April 2018

Jubiläumsveranstaltung aus Anlass des fünfzigjährigen Bestehens

Stadthalle Kleve, "Blauer Salon"

Beginn: 11.00 Uhr

„Aus kleinem Funken lodert große Flamme“, mit diesem Zitat aus dem ersten Gesang zum Paradies aus Dantes Göttlicher Komödie titelt Frau Dr. Sonntag aus Hannover ihren Festvortrag zum 50igjährigen Bestehen des Comitato Dante Alighieri Kleve. Dieses Bild veranschaulicht treffend, welche Entwicklung das Comitato in den letzten 50 Jahren genommen hat. In seinem kurzen Rückblick erinnerte Präsident Klaus Brennecke daran, dass sich 1968 eine kleine Gruppe von Italienbegeisterten zusammentat, um auf Anregung ihres Italienischlehrers – Herrn Professor de Waele aus Nijmegen – ein Comitato in Kleve zu gründen. Diese kleine Gruppe unter Leitung von Frau Gertrud Sarrazin, später durch Wilhelm Peters, weckte mit ihren Aktivitäten zunehmendes Interesse, so dass die Mitgliederzahl sich im Laufe der Jahre in Richtung der 200 bewegte. Knapp darunter verharrt sie mit kleinen Schwankungen bis heute.

Seit dieser Zeit unterbreitet der Verein Angebote für Freunde und Liebhaber der italienischen Kultur, um die vielfältigen Impulse zu vertiefen, die von Italien ausgingen und –gehen. Es geht um die Themenbereiche Literatur, Geschichte, Kunst, Musik, Design, Land und Leute und vieles mehr. Vorträge, Exkursionen, Lesungen, Reisen und geselliges Beisammensein versuchen diesen Reichtum Italiens, die besonderen Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern und ihre Bedeutung für die europäische Kultur zu vermitteln. Klaus Brennecke würdigte das Engagement seiner Vorgänger in der Entwicklung des Vereins und hob dabei das Wirken der Ehrenpräsidentin Frau Margret Hinz hervor.

In ihrem Grußwort überbrachte Frau Bürgermeisterin Northing die Glückwünsche der Stadt zum Jubiläum. Sie sei dankbar dafür, dass der Verein in diesem besonderen Bereich zur kulturellen Vielfalt der Stadt beitrage und bedankte sich bei den Verantwortlichen für ihr Engagement. Sie verwies darauf, dass das Sozialamt sich unter ihrer Leitung schon vor vielen Jahren von einem Dante Wort habe leiten lassen. Extra aus Italien angereist war die Präsidentin der VDIG (Vereinigung deutsch-italienischer Gesellschaften), Frau Marcon-Grothausmann, um die Grüße des Verbandes zu überbringen. Nach ihren Glückwünschen in italienischer Sprache lobte sie die vielen Aktivitäten des Vereins, die zum Verständnis der italienischen Kultur beitragen.

In ihrem Festvortrag ging Frau Dr. Sonntag aus Hannover noch einmal auf wichtige Stationen in der Entwicklung des Comitato ein. Kurzweilig und unterhaltsam, untermalt mit Fotos, Musik und Filmausschnitten stellte sie zeitgeschichtliche Bezüge her und veranschaulichte, wie vielfältig die deutsch-italienischen Beziehungen sind und waren. Es wurde deutlich, wie viel sich seit den 60iger Jahren des vorigen Jahrhunderts in unserem Verhältnis getan hat, wie vertraut man sich nicht nur in kulinarischen Fragen geworden ist. Sie unterstrich die Bedeutung, die gerade heute, in Zeiten der schnellen, oft oberflächlichen Kommunikation, einem Kulturverein zukomme: Nämlich „tiefer zu schauen, das Italienische wirklich zu uns zu holen, … das andere Italien in den Fokus zu nehmen, das kulturelle, das historische, das es zu bewahren gilt …“ Dafür wünschte Frau Dr. Sonntag dem Verein noch viele Jahre erfolgreichen Wirkens und weiter so große Lebendigkeit wie bisher.

Vizepräsident Theo Broekmans dankte Frau Dr. Sonntag für ihren anregenden, informativen und unterhaltenden Vortrag. Es sei immer lohnenswert sie in Kleve zu haben und die Dante Mitglieder freuten sich schon auf ihren nächsten Besuch aus Hannover. Man freue sich auch über die lobenden Worte von Frau Bürgermeisterin Northing und Frau Marcon-Grothausmann. Solch eine Anerkennung sei ein wichtiger Ansporn sich weiter für den Verein zu engagieren.

Nach dem Dank für das Team der Stadthalle und das interne Vorbereitungsteam, insbesondere Ernst Reintjes, für die perfekte Planung ging Theo Broekmans noch auf das Wirken des Ehepaares Brennecke ein. Klaus Brennecke habe den Verein über 18 Jahren mit übergroßem Einsatz geführt. Mit großer Liebe zum Detail, mit dem Blick für wichtige Entwicklungen, mit intensiver Kontaktpflege und seiner gewinnenden Art habe er es verstanden das Vereinsleben stetig weiter zu entwickeln und habe dadurch entscheidenden Anteil am gegenwärtigen Erscheinungsbild. Seine Frau Marlene habe ihm dafür den nötigen Raum gegeben und sein Wirken durch ihr freundliches und offenes Wesen bei allen Gelegenheiten unterstützt. Dafür gebühre den beiden großer Dank.

Nachdem Anja Speh mit ihrem letzten musikalischen Beitrag die Festgesellschaft noch einmal in ihren Bann gezogen hatte, bedankte sich Theo Broekmans für ihre wunderbare „italienische“ Musikauswahl und ihr bezauberndes Spiel. Anschließend ließ es sich die Festgesellschaft bei Antipasti und Vino gut gehen.



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